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Wir schließen unser Haus Alverno

In wenigen Wochen werden in unserem Haus Alverno zum letzten Mal die heilige Messe feiern. Gegründet im Oktober 1965, war es in den zurückliegenden Jahrzehnten für viele Menschen ein Rückzugsort zur Erholung von Geist und Seele. Manager, die eine Auszeit vom stressigen Alltag suchten, zählten in dieser Zeit ebenso zu den Gästen wie Urlauber, die einige Tage in Stille verbringen wollten, oder auch Gruppen aus Pfarrgemeinden und Hilfswerken.

Die stetig sinkende Mitgliederzahl unserer Gemeinschaft zwingt uns nun dazu, das Haus zum 31. Dezember 2019 zu schließen. „Es schmerzt uns sehr, das Haus zu schließen, denn wir wissen darum, wie wertvoll unser Rückzugsort für viele Menschen geworden ist“, so die Hausoberin, Schwester M. Magdalis Kunkler. „Unsere Kräfte nehmen ab und wir wollen realistisch und offen in die Zukunft blicken“.

Das Fehlen von Ordensnachwuchs ist auch bei uns spürbar. Gab es in den 90er Jahren noch rund 500 Schwestern, so ist die Zahl heute auf 180 Schwestern gesunken. Das Charisma des Hauses war stets eng verbunden mit dem Wirken der Schwestern vor Ort. Mitarbeiter sind schon heute in der Küche oder bei der Gartenarbeit behilflich - aber die persönliche Begegnung zwischen Gast und Ordensschwester ist nicht ersetzbar.

Schwester M. Martha Kruszynski, Generaloberin der Ordensgemeinschaft, schaut dankbar zurück auf die vergangenen Jahre. „Unser Haus Alverno war für viele Menschen nicht nur ein Ort der Stille, des Innehaltens und des Aufatmens, sondern auch eine Hilfe, das eigene Leben zu ordnen und Kraft zu schöpfen. Unsere Teilhabe an den Erfahrungen der Gäste während ihres Aufenthaltes war für uns eine stete Bereicherung. Nicht selten hat die Entschleunigung den Menschen dazu verholfen, die eigene Gottesbeziehung neu zu entdecken und zu vertiefen“.

Haus Alverno | Foto: Verena Bauwens

Uns Schwestern ist es gelungen, einen Investor zu finden, bei dem die weitere Nutzung des Hauses der Region dient. Schon früh wurde der Kontakt zu dem in direkter Nachbarschaft liegenden Freilichtmuseum Kommen gesucht. Als Träger des Museums wird der Landschaftsverband Rheinland nun die Immobilie übernehmen.

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